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Digitale Aus- und Fortbildungen bei der Einsatzabteilung Rheinstetten

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Die Covid19-Pandemie wirkt sich auch auf den Übungsbetrieb der Freiwilligen Feuerwehr massiv aus. Im vergangenen Jahr konnten nur für kurze Zeit und unter strengen Hygieneauflagen einzelne Übungen durchgeführt werden. 

Im Winter und Frühjahr finden bedingt durch die kalte Jahreszeit generell viele Dienstabende in Unterrichtsform statt. Da sich solche Unterrichte im Gegensatz zu Übungen auch digital gestalten lassen, hat die Abteilung Rheinstetten in den vergangenen Wochen die ersten beiden Online-Dienstabende abgehalten. Über eine Meeting-Software wurde ein virtueller Unterrichtsraum erstellt. Mehrere Kameras konnten von der Regie freigeschaltet werden und so Teilnehmern verschiedene Blickwinkel auf das vorgestellte Thema ermöglichen.

Die Moderatoren konnten durch ihr Hemdkragen-Mikrofon das ganze jederzeit frei kommentieren und erklären. Ermöglicht wurde das Ganze durch ein Zusammenspiel von Technik der Abteilung Rheinstetten, privatem Equipment und dem technischen Know-How mehrerer Kameraden. Gemeinsam konnte ein System aufgestellt werden, das den teilnehmenden Kameraden eine qualitativ hochwertige und abwechslungsreiche Ausbildung zur Verfügung stellt. 

Im ersten Online-Dienstabend wurde den Kameraden die Beladung und Ausstattung des neuen Gerätewagen-Logistik 2 vorgeführt. Das Fahrzeug ging Ende 2020 in Dienst und konnte bisher nur in Kleingruppen und in abgeschwächter Form als sonst üblich ausgebildet werden. Mittlerweile ist das Fahrzeug voll bestückt und rückt gemäß der Alarm- und Ausrückeordnung zu Einsätzen in Rheinstetten aus. Daher konnte in der Online-Ausbildung nochmal detailliert auf die Beladung der Rollwägen und Geräteräume eingegangen werden und das Zusammenspiel mit den anderen Fahrzeugen der Abteilung Rheinstetten erklärt werden. Der Unterricht wurde von zwei Ausbildern kommentiert, die abwechselnd freigeschaltet wurden. Neben einer Übersichtskamera konnte auch immer wieder auf eine zweite Kamera umgeschaltet werden, um Details auch aus der Nähe zeigen zu können. Die Ausbildung verlief sehr gut. Kleine technische Probleme konnten im Laufe des Dienstabends behoben werden oder lieferten Erkenntnisse, um in Zukunft verbessert werden zu können.

Letzten Dienstag erfolgte der zweite Online-Dienstabend. Das Spezialwerkzeug, das zum Öffnen von Fenster und Türen benötigt wird, falls sich Personen dahinter in einer Notlage befinden, wurde modernisiert und auf den neusten Stand der Technik gebracht. Gleichzeitig befindet sich das Werkzeug nun nicht mehr in einem Koffer, sondern übersichtlich verstaut in einem Rucksack. Da das Türöffnen für in Not geratene Personen eines der häufigsten Einsatzstichworte der Abteilung Rheinstetten darstellt, ist die regelmäßige Schulung besonders wichtig. Ähnlich wie bereits bei der Ausbildung des Gerätewagen -Logistik wurde den Teilnehmern mit einer Kamera, diesmal ergänzt durch eine Powerpoint-Präsentation, in einem virtuellen Unterrichtsraum das teilweise neue Werkzeug und der neue Rucksack ausführlich vorgestellt. Durch die „live“-Erklärung des Moderators konnte auch direkt auf Fragen eingegangen werden. Die Kameraden konnten sich so mit dem neuen Werkzeug vertraut machen. Ab sofort ist der „Türöffner“-Rucksack auf dem Hilfeleistungslöschfahrzeug verlastet und kann im Einsatzfall verwendet werden. 

Für das Ausbilder-Team stellen die Online-Dienstabende einen größeren Aufwand als der klassische Präsenz-Unterricht dar. Vor allem bei der Technik ergeben sich unerwartete Fallstricke und Probleme, die aber von Dienstabend zu Dienstabend verbessert werden können. Eine Ausbildung in Präsenz können die Online-Dienstabende sicher nicht ersetzen. Für uns ist es aber wichtig, auch in dieser Zeit weiterhin unseren hohen Ausbildungsstandard beizubehalten.  Wir können uns gut vorstellen, dass in Zukunft auch nach der Pandemie die beiden Ausbildungsarten zusammen eingesetzt werden können.