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Gefahrgutaustritt in einem Logistikunternehmen im Malscher Industriegebiet

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Die Feuerwehr Malsch und der Gefahrgutzug Süd des Landkreises Karlsruhe wurden am späten Mittwochnachmittag von der Integrierten Leitstelle Karlsruhe zu einem Gefahrgutunfall ins Malscher Industriegebiet alarmiert. Beim Verladen von Stückgütern in einen Transporter haben die bei der Spedition beschäftigen Arbeiter einen Flüssigkeitsaustritt auf der Ladefläche festgestellt. Der sofort hinzugezogene Schichtführer hat entschieden das Fahrzeug auf einem hinteren Teil des Betriebsgeländes abzustellen und die Feuerwehr zu alarmieren. Durch dieses umsichtige Vorgehen konnte vermieden werden, dass die austretenden Stoffe Menschen in der Lagerhalle gefährden.

Als die Kräfte der Feuerwehr Malsch und der ebenfalls mit Kräften aus Ettlingen und Rheinstetten alarmierte Gefahrgutzug Süd an der Einsatzstelle eingetroffen waren, haben sie gleich zwei Gefahrgüter in verschiedenen Gebinden auf dem Kleintransporter vorgefunden. „Die beiden Stoffe können beim Austreten miteinander reagieren und es entstehen dann sehr gefährliche Chlorgase“ berichtet Dr. Olaf Häßler, Fachberater Chemie zu der Brisanz der vorgefundenen Lage. „Wir haben sofort Trupps in Chemikalienschutzanzügen zur Gasmessung und zur Erkundung eingesetzt“ erklärte Dr. Häßler weiter zum ersten Vorgehen der Einsatzkräfte. Die Kräfte der Feuerwehr Malsch haben mit mehreren Löschfahrzeugen den Brandschutz sichergestellt und auch die Abwehr der eventuell auftretenden Chlorgase mit Hydroschildern vorbereitet. Schnell konnte festgestellt werden, dass nur ein 20 l Gebinde mit Schwefelsäure < 51 % defekt war und die anderen, intakten Gebinde verunreinigte. Mit Schutzanzügen ausgerüstete Feuerwehrkräfte des Gefahrgutzuges unter der Leitung von Zugführer Oliver Haunschild bargen die gesamte Ladung von der Ladefläche und brachten diese in bereitgestellten Bergefässern in Sicherheit. Diese Behälter wurden an die Spedition zur späteren Entsorgung übergeben. Die Feuerwehr war unter der Leitung von Kommandant Gernot Schneider mit 48 Einsatzkräften vor Ort im Einsatz. Der Stellvertretende Kreisbrandmeister Bernd Molitor machte sich an der Einsatzstelle ein Bild von dem Schadensausmaß und der Arbeit der Rettungskräfte. Der Rettungsdienst war zu Absicherung der eingesetzten Feuerwehrleute mit einem Rettungswagen an der Einsatzstelle bereit. Verletzt hat sich bei dem Einsatz niemand. Die Polizei vom Revier Ettlingen war mit zwei Streifenwagenbesatzungen und einer Motorradstaffel im Einsatz.

Bericht: Edgar Geißler (Kreisfeuerwehrpressesprecher)