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Rheinstettener Einsatzkräfte neun Stunden in Waldbronn im Einsatz

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Am Dienstagmorgen gegen 8:10 Uhr wurde die Feuerwehr Rheinstetten als Komponente des Gefahrgutzuges Landkreis Karlsruhe Süd zu einem Gefahrstoffaustritt in einem Industriebetrieb in Waldbronn-Busenbach alarmiert. Der Gefahrgutzug des Landkreises Karlsruhe Süd besteht aus speziell geschulten Mitgliedern der Einsatzmannschaften der Feuerwehren Ettlingen, Malsch und Rheinstetten. Wobei jede der Feuerwehren neben geschultem Einsatzpersonal auch spezielle Fahrzeuge und Gerätschaften für Einsätze im Zusammenhang mit Gefahrgut mit an die Einsatzstelle bringen.

Auf dem Gelände einer Firma, welche Elektronik-Bauteile produziert, trat in der Galvanikabteilung 98%-ige Salzsäure aus einem 500 Liter Fass aus. Die 53 anwesenden Mitarbeiter hatten nach Bemerken des Lecks bis zum Eintreffen der örtlichen Feuerwehr das Gebäude bereits verlassen, sodass glücklicherweise keine Menschenrettung im Gebäudeinneren erforderlich wurde. Acht Mitarbeiter mussten aufgrund von Atemwegsreizungen durch die entstandenen Salzsäuredämpfe in Kliniken untersucht werden. Unter Atemschutz und mit Chemikalienschutzanzügen ausgestattet erkundeten Mitglieder des Gefahrgutzuges den betroffenen Bereich und konnten den Austritt durch Einschlagen eines Holzkeiles zügig stoppen und die Leckage abdichten. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Salzsäure bereits auf eine Fläche von etwa 60 auf 80 Meter ausgebreitet. Die ausgetretene Salzsäure wurde mit speziellem Chemiekalienbindemittel abgebunden, Verbleibende Reste umgepumpt und nach Abschluss der Feuerwehrtätigkeiten durch eine Fachfirma aufgenommen.

Neben über 80 Einsatzkräften der verschiedenen Feuerwehren, war auch der Rettungsdienst mit einem Großaufgebot an der Einsatzstelle, sodass sich etwa 100 Rettungskräfte an der Einsatzstelle befanden. Aufgrund der Länge des Einsatzes wurden die Einsatzkräfte im benachbarten Eistreff durch Helfer mit Speisen und Getränken versorgt. Die Feuerwehr Rheinstetten unterstützte den Einsatz mit drei Fahrzeugen und sechs Einsatzkräften. Einige unserer Kräfte kamen dabei unter Chemikalienschutzanzügen direkt am Austrittsort zum Einsatz. Außerdem wurde auch die Dekontaminationsstelle durch die Feuerwehr Rheinstetten bereitgestellt, aufgebaut und betreut.

Die Rheinstettener Kräfte konnten nach der Nachbereitung, Materialreinigung und dem Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft den Einsatz nach neun Stunden beenden.

Bildquelle: Einsatz-Report24 - vielen Dank für die Bereitstellung!